Kunstrasenplatz muss mit Auffangbehälter/Sieb für Gummigranulat ausgerüstet werden

"28.06.2019, C.vanLessen"

Die FWG-Drochtersen hat erreicht, dass das Gummigranulat auf dem Kunstrasenplatz in Drochtersen nicht mehr in die Oberflächengewässer und damit letztlich auch in die Elbe geleitet werden kann. Nicht nur die wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags raten zu solchen Maßnahmen.

Mittlerweile hat sich auch das Technische Komitee der EU mit einer Stellungnahme vom 13.6.2019(!) mit dieser Problematik auseinandergesetzt. Diese empfiehlt den Einbau von "Trash-Boxes" mit Filtersystem zum Auffangen des Granulats. Dies scheint derzeit noch nicht zur Verfügung zu stehen, deshalb wird dann nachgerüstet.
Die Fachleute streiten, ob jährlich 100-200 kg Gummigranulat von dem Fußballplatz in Drochtersen ausgespült wird oder ob es nicht möglicherweise sogar 1/2 Tonne jährlich ist (vergl. Jöran Lange, "Welche Bauweise eigenet sich für ein Großspielfeld im Breitensport", S. 52 oben). Auf jeden Fall wird in 10 Jahren wenigstens 1 Tonne bis sogar 5 Tonnen dieses Granulats ins Oberflächengewässer gespült. Diesem Verfahren gilt es durch geeignete Maßnahmen zu begegnen.