Baugebiet Friesen Grefenstraße/Triftweg
Anschluss an die Fernwärmeversorgung soll 10.000 € kosten und durch Grundbucheintrag gesichert werden

"02.05.2019, C.van Lessen"

Frau Anke Friesen ließ am 29.4.2019 im Kehdinger Bürgerhaus zu ihrem Baugebiet Grefenstraße/Triftweg vortragen. Fragen und Diskussion war ausdrücklich von ihr nicht gewünscht. So wurde langatmig und langweilig vorgetragen. Wichtig aber ist: Frau Friesen beabsichtigt nun nicht mehr ein Blockheizkraftwerk im Baugebiet zu errichten und zu betreiben.

Diese Kosten erspart sie sich dadurch, dass das heiße Wasser in der Biogasanlage des Landwirts Jantz erzeugt wird. Sollte die Versorgung einmal vorübergehend ausfallen, wird das heiße Wasser in einer sogenannten redundanten Anlage hergestellt. Für den Fall, dass die Versorgung mit Fernwärme längerfristig ausfallen sollte, will Frau Friesen ein Blockheizkraftwerk in einem Container besorgen und die Wärmeversorgung so sicherstellen.
Obwohl sie die Investitionen für das Blockheizkraftwerk einspart, sollen die zukünftigen Grundstückeigentümer gleichwohl für den Anschluss an die Wärmeleitung/Fernwärmeversorgung 10.000 € zahlen. Insgesamt kassiert Frau Friesen dann 520.000 € ab. Die Versorgung mit Wärme muss gleichwohl noch und zusätzlich bezahlt werden. Beabsichtigt ist auch, dass die zukünftigen Grundstückseigentümer zugunsten von Frau Friesen oder einer von ihr benannten Firma eine Dienstbarkeit für die Fernwärmeversorgung im Grundbuch eintragen lassen.

Frage: Wer macht so etwas mit? Und dann noch bei Grundstückspreisen ab 166 € aufwärts bis zu ca. 180 €? Abschließende Frage: Welcher seriöse Notar beurkundet solche Verträge?

 

Baubesprechung Baugebiet Friesen Triftweg/Grefenstraße-Süd im Rathaus

Der Bürgermeister der Gemeinde Drochtersen teilte in der Sitzung des Verwaltungsausschusses am 25.4.2019 mit, dass jeden Dienstag ab 10.00 Baubesprechungen mit Frau Friesen im Rathaus der Gemeinde Drochtersen stattfinden. Interessierte haben die Möglichkeit “nach Anmeldung bei der Gemeinde” an diesen Besprechungen teilzunehmen. Wir haben kein Verständnis dafür, dass einem überhaupt einem Bauträger - wer auch immer er ist - die Möglichkeit gegeben wird, Baubesprechungen in Räumen des Rathauses - wahrscheinlich im Ratssaal - durchzuführen. Soll doch der Bauträger und somit Frau Friesen dafür sorgen, dass die Besprechungen in einem Container in dem Baugebiet vorgenommen werden, meinetwegen in einer ihrer Apotheken oder in ihrem Wohnzimmer. Dann wäre die Nähe zu dem Baugebiet auch gewahrt. Oder werden den beiden anderen Erschließungsträgern in Drochtersen (Firma Bernhardt, Baugebiet Mittelweg) oder Dornbusch (Baugebiet Dornbusch/Am Sportplatz) ebenfalls Besprechungs-/Beratungsräume vom Bürgermeister Mike Eckhoff angeboten bzw. zur Verfügung gestellt und zwar kostenlos?